Deutsche Zentralbücherei für Blinde

DaCapo II - Anforderungsorientierte Notenübertragung für blinde Musiker

Abschlussbericht

Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Gustav-Adolf-Straße 7
04105 Leipzig
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Internet: www.dzb.de

März 2010

Beirat

Der fachliche Beirat des Projekts (von der DZB, gemäß Punkt h des Zuwendungsbescheides vom 29. August 2006 bestellt) wurde am 8. Februar 2007 konstituiert. Tagungen fanden an den folgenden Daten statt: 22. Juni 2007, 5. Mai 2008, 6. März 2009 und am 21. Juli 2009. Aufgaben des Beirates sind Beratung und Kontrolle zur Sicherung der Qualität des Projekts.

Beiratsmitglieder:

  1. Herr Patrick Temmesfeld, Direktor des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg (bbs)[22],
  2. Herr Ulrich Mayer-Uhma, ehemals Lehrer an der Blindenstudienanstalt Marburg[23], seit 1982 ständiger Mitarbeiter in internationalen Notenschriftgremien,
  3. Frau Elisabeth Bentke, Musiklehrerin an der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen[24].

Herr Temmesfeld wurde auf der konstituierenden Sitzung zum Sprecher des Beirats gewählt. Er bezeichnete DaCapo als Bereicherung und die Übertragungen von DaCapo als einen sehr guten und schnellen Service und wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Berufsschule. Die allgemeine Bedeutung des Projekts für die Pädagogik, für Ausbildung und berufliche Existenz wurde betont. In der Einrichtung Nürnberg sind derzeit 14 Schüler in der Ausbildung, die gern auf die Dienstleistungen der DZB zurückgriffen (2008). Die Notenfachtagung von DaCapo im November 2008 wurde als eine ergiebige und sehr erfolgreiche Veranstaltung bewertet.

Frau Bentke lobte die schnellen Übertragungszeiten und die ausgezeichnete Übersichtlichkeit der übertragenen Notenwerke. Die Weiterentwicklung von DaCapo ist frappierend schnell, Fortschritte gut beobachtbar. Die an den Produkten angeführten Legenden würden als sehr nützlich angenommen. Frau Bentke stellte positiv die praktische Anwendung dar. Die Schnellübertragung stärkt das Interesse der Schüler. Als neue Kontaktperson nach ihrer Pensionierung für die Einrichtung in Königs Wusterhausen wurde Frau John bestimmt. Es gibt aber an der Schule immer weniger Schüler/innen, die für eine Musikausbildung geeignet sind, da zunehmend auch mehrfach behinderte und verhaltensgestörte Kinder unterrichtet werden. Im Vergleich zu den Standardwerken gewinnen Noten für den sich ständig wandelnden Individualbereich immer mehr an Bedeutung. Dabei hängt der Bedarf von den Personen, Instrumenten, Fachkräften und dem aktuellen Repertoire ab.

Herr Mayer-Uhma sprach seine Anerkennung für die auch von ihm persönlich genutzten Dienstleistungen aus, insbesondere die Geschwindigkeit der Übertragung. Er unterstrich, dass die angebotenen Notenübertragungen sehr gut genutzt würden. Weiterhin machte Herr Mayer-Uhma den Vorschlag, die Kontakte zu den Lehrern auszubauen. Herr Mayer-Uhma lobte, die Zusammenarbeit mit der SBS Zürich, die Kooperationen mit den Verlagen und die effektive Entwicklungsarbeit.

Herr Mayer-Uhma hat das Projekt durch die Übersetzung des Manuals »BRAILLE-MUSIKNOTATION - Übersicht für Sehende« ins Französische unterstützt.

Vom Beirat angestrebt wurde die Unterstützung eines Camps zur Vermittlung von Kenntnissen der Notenschrift, welches das Notennetzwerk und der DBSV im April 2009 mit großem Erfolg veranstaltet haben. Insgesamt 14 Schüler nahmen daran teil. Die DZB hat die Kurse logistisch unterstützt.

Die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung von DaCapo über die Projektlaufzeit hinaus wurde vom Beirat und der DZB betont. Der Beirat hielt dabei fest, dass DaCapo die gesetzten Ziele weitgehend umgesetzt hat und zudem die Mitglieder des Beirates sehr gerne und gezielt hierfür werben. Herr Temmesfeld sprach im Namen des Beirates den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DZB im Rahmen von DaCapo Dank und Anerkennung aus. (2009)

Alle drei Beiratsmitglieder waren Gäste des »International Symposium on Braille Music Notes«, das die DZB im November 2008 ausrichtete.

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