Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Wie kann man Braille-Noten für Sehende lesbar machen?

Mit dem BrailleVis-Server können Braillenoten nach PDF umgewandelt werden. Rufen Sie dazu im Web-Browser die Seite https://www.dzb.de/BrailleVis auf.

Geben Sie Ihr Login und Passwort ein und klicken Sie auf "Anmelden". Sollten Sie noch kein Login und Passwort haben, wenden Sie sich bitte an DaCapo oder senden Sie eine E-Mail an: dacapo@dzb.de.

Vor dem Umwandeln der Datei können unter Konfiguration verschiedene Einstellungen vorgenommen werden:

  • Das »Papierformat« (A5, A4 oder A3) ist standardmäßig im Hochformat. Insbesondere bei Großdruck, wenn nur wenige Takte in eine Zeile passen, ist die Einstellung »Querformat« empfehlenswert.
  • Systemgröße: Kleine Systeme sind bei Partituren oder sehr umfangreichen Stücken üblich. Normal empfiehlt sich in den meisten Fällen, insbesondere aber bei Gesang. Groß entspricht der Systemgröße, wie sie bei Schulwerken und anderer pädagogischer Literatur üblich ist. Sie ist aber bei A4-Format auch allgemein für Klavier sinnvoll — das Notenbild wird hier übersichtlicher. Sehr groß und riesig produzieren Großdruck. Hierfür sollte unbedingt die Option Querformat genutzt werden.
  • Die Noten können aus einer vorhandenen »Datei« geladen oder über ein »Textfeld« eingegeben werden. Geladene oder eingegebene Noten werden gespeichert und stehen bei der nächsten Sitzung wieder zur Verfügung. Wechselt man vom BrailleVis- zum BraillePlayer-Server oder umgekehrt, werden die Noten in den jeweils anderen Server übernommen.
  • Die Angaben »Papierbreite«, »Kodierung« und »Land« müssen nur einmal angepasst werden. Hierüber werden grundsätzliche Drucker- und Braille-Schreibweisen festgelegt. In den meisten Fällen sollten 30- oder 32-Formen bei Papierbreite und D – für Deutschland – bei Kodierung und Land zum gewünschten Ergebnis führen.
  • Als »Ausgabeformat« des BrailleVis-Servers stehen PDF als Format zum Drucken von Schwarzdrucknoten, MusicXML zur Weiterverarbeitung in Programmen wie Finale, Sibelius oder Capella sowie zur Anzeige über geeignete Plugins, eine »Prüfdatei« und eine »Visualisierung« der Noten zur Verfügung. Die »Prüfdatei« wird beim BraillePlayer-Server vorgestellt, ebenso wie die Braillenoten-Datei beschaffen sein muss.

Nach Aufruf von »Konfiguration speichern« bleiben die gemachten Einstellungen auch für diese und spätere Sitzungen erhalten.

Je nach Einstellung können im Hauptfenster eine Datei geladen oder Noten in das Editierfenster eingegeben weden. Informationen und Beispiele dazu, wie diese formatiert sein müssen, finden Sie im Internet bei DaCapo auf der Unterseite BrailleVis.

Wird als »Ausgabeformat« die »Visualisierung« angewählt, so liefert Erzeugen wieder eine PDF, diesmal jedoch mit visualisierten Blindennoten. Ob sie im Hochformat oder Querformat stehen, hängt vom Original ab. In der Visualisierung werden zusätzlich zu den schwarzen Punktnoten grau eingefärbte Notennamen und Zeichen wie Präfixe, Pausen, Dynamikangaben oder Worteinschübe geschrieben. Vor jedem Takt steht die Taktnummer in rot. Selbstverständlich können wir auch diese Noten als Datei abspeichern oder ausdrucken.