Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Benutzungsordnung

§ 1 Geltungsbereich

Diese Benutzungsordnung gilt für die Bibliothek der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB).

§ 2 Benutzungsberechtigte

[1] Zur Benutzung der Bibliothek sind natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen zugelassen.

[2] Aus urheberrechtlichen Gründen ist ein Nachweis über die schwerwiegende Sehschädigung (Schwerbehindertenausweis oder ärztliches Attest) bzw. die Bestätigung der Sehschädigung durch die betreuende Einrichtung oder Nachweis für die berufliche Tätigkeit erforderlich. Für die Wissenschaftliche Bibliothek des Blindenwesens entfällt dies.

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§ 3 Benutzungsantrag

[1] Der Nutzer muss einen schriftlichen bzw. elektronischen Antrag einreichen. Die DZB ist berechtigt, sich einen Wohnsitznachweis vorlegen zu lassen. Änderungen sind der DZB unverzüglich mitzuteilen.

[2] Der Anmeldung ist die Benutzungsordnung beigefügt. Mit der Unterschrift auf der Anmeldung wird die Benutzungsordnung durch den Antragsteller anerkannt und die Mitgliedschaft in der Bibliothek ist bestätigt.

§ 4 Datenschutz

Auf Grundlage des Sächsischen Datenschutzgesetzes von 1993 (SächsGVBl.S. 401) in seiner aktuellen Fassung werden personenbezogene Daten verarbeitet. Im Zuge der Vermeidung von Mehrfachlieferungen wird eine Ausleihhistorie geführt.

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§ 5 Gebühren

[1] Die Benutzung der Bibliothek ist grundsätzlich gebührenfrei.

[2] Soweit durch das Verwaltungskostengesetz des Freistaates Sachsen (SächsVwKG) vorgegeben, werden Verwaltungsgebühren nach dem aktuellen Sächsischen Kostenverzeichnis (SächsKVZ) erhoben.

§ 6 Ausleihe

[1] Die Werke und die zum Versand verwendeten Koffer, Boxen und Umschläge sind Eigentum der DZB.

[2] Die entliehenen Werke dürfen nicht einbehalten oder an dritte Personen weitergegeben werden.

[3] Bei Rücksendungen ist darauf zu achten, dass die Werke wieder ordnungsgemäß in die dazugehörigen Versandbehälter gepackt werden.

[4] In den Versandkoffern, -boxen und Umschlägen dürfen keine Notizen in Schwarzschrift transportiert werden.

[5] Fernleihen von anderen Blindenbibliotheken und Hörbüchereien sind möglich.

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§ 7 Leihfristen

[1]

  • Blindenschrift
    • Belletristik: 1 Monat
    • Kinder- und Jugendliteratur: 3 Monate
    • Sachliteratur: 3 Monate
    • Musikalien: 6 Monate
  • Hörbuch
    • CD bis 20 Stunden: 3 Monate
    • CD ab 20 Stunden: 6 Monate
    • Titel als Download: 1 Monat
  • Wissenschaftliche Bibliothek: 3 Monate

[2] Auf Antrag können Leihfristen verlängertwerden.

[3] Verliehene Werke können für die Ausleihe vorgemerkt werden.

§ 8 Rückgabe

[1] Werden entliehene Werke nicht fristgerecht zurückgegeben, so werden dem Nutzer weitere Ausleihen verweigert und es wird ein Mahnverfahren entsprechend der Sächsischen Haushaltsordnung SäHO eingeleitet.

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§ 9 Sorgfalts- und Schadensersatzpflicht

[1] Der Benutzer hat die Werke sowie die Versandbehälter sorgfältig zu behandeln. Schäden am Leihgut sind unverzüglich zu melden.

[2] Für abhanden gekommene oder beschädigte Werke hat der Benutzer Ersatz zu leisten. Die DZB kann auf Kosten des Benutzers ein Ersatzexemplar beschaffen bzw. fertigen oder einen angemessenen Wertersatz in Geld festsetzen. Außerdem kann die DZB sich den durch diese Maßnahme nicht ausgeglichenen Wertverlust ersetzen lassen.

§ 10 Vervielfältigungen

[1] Dem Benutzer ist es gestattet, Kopien der entliehenen Werke zum Abhören auf persönlichen Endgeräten im Rahmen des geltenden Urheberrechts anzufertigen. Die Kopien sind nach Ablauf der geltenden Ausleihfristen zu löschen.

[2] Stellt die DZB selbst Vervielfältigungen her, so verbleiben ihr die daraus erwachsenen Rechte. Die Originale verbleiben in ihrem Eigentum.

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§ 11 Auskunfts- und Informationstätigkeit

[1] Die DZB bearbeitet Anfragen, die sich auf Medien für blinde und sehbehinderte Menschen beziehen und gibt weiterreichende Fragen an entsprechende Stellen weiter.

[2] Sie bietet Recherchen zu Themen des Blinden- und Sehbehindertenwesens an.

§ 12 Ausschluss von der Benutzung

[1] Wer gegen die Benutzungsordnung verstößt, kann befristet oder unbefristet, teilweise oder vollständig von der Benutzung ausgeschlossen werden.

[2] Die aus der Benutzung bis zum Ausschluss entstandenen Pflichten bleiben bestehen.

[3] Bis zur Klärung des Sachverhaltes gilt der Ausschluss für alle Servicebereiche der DZB.

[4] Bei schweren Verstößen ist die DZB berechtigt, anderen Bibliotheken den Ausschluss und seine Begründung mitzuteilen.

[5] Gegen den Ausschluss kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids Widerspruch eingelegt werden.

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§ 13 Inkrafttreten

Diese Benutzungsordnung tritt ab 1. März 2016 in Kraft.

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