Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB)

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Ein „Geburtstagsgeschenk“ zu Ehren Louis Brailles // 02.01.2019

Zum 1.  Januar 2019 ist der Vertrag von Marrakesch nun auch in Deutschland in Kraft getreten. Der Vertrag soll blinden, seh- und lesebeeinträchtigten Menschen den barrierefreien Zugang zu Literatur erleichtern. Um das zu erreichen, wurden am deutschen Urheberrechtsgesetz Änderungen vorgenommen.

Erstmals können Blindenbibliotheken, Literatur direkt über das Internet zugänglich machen. Das Gesetz ermöglicht jetzt den grenzüberschreitenden Austausch von Werken in barrierefreien Formaten. Von den urheberrechtlichen Ausnahmeregelungen profitieren künftig auch mehr Menschen. Denn den Blindenbibliotheken ist es erlaubt, auch lesebeeinträchtigte Menschen, also Menschen, die Gedrucktes nicht lesen können, wie beispielsweise Legastheniker, mit barrierefreien Medien zu versorgen.

Die Umsetzung des Marrakesch-Vertrages stärkt die Arbeit der Blindenbibliotheken und schafft die Grundlage für mehr Bildungsmöglichkeiten für blinde, seh- und lesebeeinträchtigte Menschen und damit für mehr Chancengleichheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Ein hoffnungsvolles Zeichen zum Welt-Braille-Tag am 4. Januar, dem 210. Geburtstag Louis Brailles, des Erfinders der Brailleschrift!

 

 

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