Bücher für die Weihnachts- und Winterzeit

Gerade richtig zur Weihnachtszeit und für einen langen Lesewinter empfehlen Ihnen Mitarbeiter der DZB ihre Lieblingsbücher. Und hier sind ihre Buchtipps.

Auf den Spuren von John Steinbeck durch die USA
Geert Mak: Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Empfohlen von Ronald Krause (Öffentlichkeitsarbeit)

Mit diesem Buch und seinem Bestsellerautor begibt sich der Leser auf eine Autoreise quer durch die USA. Geert Mak wiederum folgt der Route des legendären amerikanischen Autors John Steinbeck, der das Land 1960 bereiste und beschrieb („Charleys Reise“). Und so ist das Werk auch ein historischer Vergleich: Wo liegen die Wurzeln des amerikanischen Traums, welche Mythen und Selbstverständnisse prägen das Land damals und heute? Das Land ist groß – das Buch ist dick. Es lässt sich aber gut etappenweise lesen bzw. hören. Der Leser erfährt – mit historischen Seitenblicken und Anekdoten – eine Menge über Land und Leute. Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, die eher nicht den Klischees folgt – von den Städten der Ostküste über die ländliche Provinz und den mittleren Westen bis hin zum Pazifik. Er beschreibt liebevoll unterschiedlichste Menschen in einem Land, das er liebt und zugleich kritisch betrachtet. Die USA lässt sich so im heimischen Sessel bereisen – denn „Amerika!“ ist gut zu lesen!

1 CD DAISY (24:50 h), Ausleihe 31580

Kurzweiliges mit Weihnachtskrimi
Mary Higgins Clark: Der verlorene Engel

Empfohlen von Heiko Kampa (Bibliothek/Braillebuch)

Wer wie die meisten Menschen in der Weihnachtszeit keine Zeit für lange und tiefgründige Lektüre hat und trotzdem Kurzweiliges und Spannendes lesen möchte, der sollte sich die vier Kurzgeschichtensammlungen von Mary Higgins Clark ausleihen, vollständig dem Buch „Der verlorene Engel“ entnommen!
Die Autorin, bekannt durch eine Vielzahl von spannenden Kriminalromanen, begeistert auch mit ihren Kriminalgeschichten! Für jeden ist etwas dabei: Die eine Geschichte ist eher gruselig, die andere wieder spannender, auch ein Weihnachtskrimi gehört dazu!
Und für diejenigen, die dann doch etwas mehr Zeit haben, stellt sich auch hier der Effekt ein, dass sie aus lauter Anspannung und Nervenkitzel das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Nur sind die Abstände von einem Geschichten-Highlight zum nächsten kürzer.
Ein absolutes Muss für echte Krimi-Fans! Ich wünsche Ihnen spannende Unterhaltung!

Die vier Sammlungen im Einzelnen:
„Doppelschatten“, 2 Bände, Kurzschrift, Ausleihe 18302, Verkauf 9244, 24 Euro,
„Sechs Richtige“, 4 Bände, Kurzschrift, Ausleihe 18303, Verkauf 9245, 48 Euro,
„Und du bist tot“, 3 Bände, Kurzschrift, Ausleihe 18304, Verkauf 9247, 36 Euro,
„Träum süß, kleine Schwester“, 2 Bände, Kurzschrift,
Ausleihe 18305, Verkauf 9246, 24 Euro

Eine Hommage an das geschriebene Wort
Ángeles Doñate: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Empfohlen von Jana Waldt (Bibliothek/Hörbuch)

Mein Weihnachtstipp ist so richtig was fürs Herz. In einem kleinen spanischen Ort zieht der Winter mit einer schlechten Nachricht ein: Das über hundert Jahre alte Postamt soll geschlossen werden. Eine Hiobsbotschaft für Sara, die Postbotin, die nun nach Madrid versetzt werden soll. Und eine Katastrophe für die achtzigjährige Rosa, die in der sympathischen jungen Frau und ihren drei kleinen Kindern eine Familie gefunden hat. Doch dann hat die alte Dame eine Idee, die alles vielleicht noch retten könnte: Sie schreibt einen Brief, der ihr schon seit Jahren auf der Seele brennt, und eröffnet damit einen Reigen außergewöhnlicher Briefe, die alle auf dem Postamt des Ortes landen. An ihrem vierzigsten Geburtstag erhält die vollkommen überraschte Sara neununddreißig Briefe mit Zitaten aus den schönsten Liebesbriefen der Weltliteratur. Der vierzigste Brief aber ist von dem Mann, der sie heimlich liebt. Ein wirklich zauberhaftes Buch in einer Zeit, in der das Briefeschreiben fast aus der Mode gekommen ist.

1 CD DAISY (14:31 h) Ausleihe 37904

Tatort Campus
Ricardo Piglia: Munk

Empfohlen von Gabi Schulze (Öffentlichkeitsarbeit)

Der Roman beginnt in Buenos Aires, wo sich der renommierte Literaturwissenschaftler Emilio Renzi auf den Weg macht, um als Gastdozent an der nordamerikanischen Taylor University Seminare zu geben. Und er endet mit der Rückkehr Renzis auf dem Flughafen in Buenos Aires. Dazwischen liegt eine fesselnde Kriminalstory, in der es um den rätselhaften Mord der bekannten Literaturwissenschaftlerin Ida Brown geht, mit der Renzi eine geheime Affäre hat. Nach ihrem plötzlichen Tod beginnt nicht nur das FBI zu ermitteln. Renzi findet ausgerechnet in Idas Seminaraufzeichnungen eine wichtige Spur, die ihn zum Mathematikprofessor und vermutlichen Briefbombenattentäter Thomas Munk führt. Ist Munk am Tod Idas schuld? Auch als er gefasst wird, bleibt diese Frage offen und die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Ein spannender Detektivroman, in dem der Campus zum Tatort und ein Buch die Vorlage zu einem Verbrechen wird.

3 Bände, Kurzschrift,
Ausleihe 18200, Verkauf 9100, 36 Euro

Ein literarischer Adventskalender
Jostein Gaarder: Das Weihnachtsgeheimnis

Empfohlen von Susanne Siems (Bibliothek-Beratung-Verkauf)

Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder hat auf wunderbare Weise – was würde besser zu Weihnachten passen als dieses wunderbar – die christliche Weihnachtsgeschichte mit dem Leben im modernen Norwegen verknüpft.
Gemeinsam mit seinem Vater kauft der Junge Joachim in einem alten Buchladen einen Adventskalender – einen ohne Schokolade, dafür mit Bildchen. Und, wie er am 1. Dezember beim Öffnen des ersten Türchens feststellt, mit einer eigenen Geschichte. In dieser Geschichte läuft das Mädchen Elisabet ihrer Mutter beim Weihnachtseinkauf weg, einem Stofflamm mit Glocke um den Hals hinterher. Elisabet rennt die Rolltreppe runter, hinaus aus dem Kaufhaus, bei Rot über die Kreuzung, immer weiter und weiter, bis sie schließlich im Wald sind, sie und das Glockenlamm. Damit beginnt für Elisabet und für den Jungen Joachim mit seinem Adventskalender eine einzigartige Zeitreise.
„ …´vielleicht hatten die Zeiger es satt, Jahr um Jahr denselben Weg zurückzulegen, weshalb sie plötzlich die Gegenrichtung einschlugen…“

Elisabet reist in der Zeit rückwärts und quer durch Europa, von einem kleinen, langgestreckten Land im Norden bis in die Stadt Bethlehem. Dort kommt sie zum Beginn der Zeitrechnung an, gemeinsam mit sieben Schafen, vier Hirten, fünf Engeln, den Heiligen Drei Königen, einem römischen Kaiser und dem Landpfleger von Syrien. Alle diese Mitreisenden hat sie unterwegs getroffen, auf ihrem Weg an die Krippe des Christuskindes.
So liest es Joachim in seinem Adventskalender, 24 Tage im Dezember. Am Anfang verheimlicht er die wunderbare Geschichte vor seinen Eltern, am Heiligabend sitzen sie alle drei voller Spannung in Joachims Zimmer um das letzte Türchen zu öffnen. Und dann klingelt es zweimal an diesem Heiligabend bei der Familie. Wer da kommt? Aber, aber, wir wollen doch das Geheimnis nicht vorher lüften.
Die Weihnachtsgeschichte kennt doch jeder, sagen Sie, liebe Leserinnen und Leser? Worin liegt dann der Reiz dieses Buches? Sagen wir es mit den Worten des Malers von Joachims Adventskalender, denn er spielt in der Geschichte keine unwesentliche Rolle:
„Als ich das große Bild auf dem magischen Adventskalender gezeichnet habe, wollte ich es so machen, dass es immer etwas Neues zu entdecken gäbe. So ist doch die gesamte Schöpfung, finde ich. Je mehr wir verstehen, desto mehr sehen wir um uns herum. Und je mehr wir sehen, desto mehr verstehen wir. Auf diese Weise wird es immer etwas Neues zu entdecken geben, wenn wir nur Augen und Ohren für die wundersame Welt offen halten, in der wir leben“.
Auch wenn man kein gläubiger Christ ist, kann man sich dieser allgemeingültigen Wahrheit nicht entziehen. Sind diese Gedanken ein Teil des Weihnachtsgeheimnisses? Oder sind sie einfach nur der Grund dafür, dass mich dieses Buch so angenehm berührt, ruhig und nachdenklich gemacht hat?
Mein besonderer Tipp: am besten gleich anfangen mit Lesen! Denn so richtig Freude macht das Buch, wenn man es zeitgleich zum wirklichen Leben liest, beginnend am ersten Dezember und endend, natürlich am 24. Dezember. In meiner Familie war das über einige Jahre ein richtiges kleines Ritual.

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1 CD DAISY (06:35 h) Ausleihe 7522

Ab Januar als Hörbuch auszuleihen und hier schon einmal wärmstens für kalte Winterabende empfohlen:

Brachialrock trifft Literatur
Flake: Heute hat die Welt Geburtstag

Empfohlen von Caroline Schürer (Bibliothek-Beratung-Verkauf)

Eines muss man dieser Band lassen: Bislang wurde ich noch bei jedem Auslandsaufenthalt gefragt: „Kennst du RRRammstein“ (mit rollendem R)? Kennen wäre übertrieben, aber vor kurzem wurde der Musikfilm "Rammstein: Paris" ausgestrahlt und ich bin hängengeblieben. Da drängte sich die halbnackte Band auf einem Podest inmitten der wogenden Fanmenge zusammen und setzte sich sehr eindrucksvoll in Szene. Mein Gott, so enthemmt und testosterongeschwängert hatte ich mir das gar nicht vorgestellt. Flake beschreibt in seinem Buch die Momentaufnahme eines Auftritts in Form eines ausschweifenden Selbstgespräches, dass er vor, während und nach einem Konzert mit sich selber führt. Nicht ganz ungefährlich, berichtet Flake von der Bühne, eingequetscht in sein stinkendes Bühnenoutfit, „denn jetzt schießt Till mit dem Flammi, wie wir den Flammenwerfer liebevoll nennen, voll auf mich drauf." Zwischendurch schweift er immer wieder ab, erzählt von seiner Jugend, den Anfängen der Band und diesem wirklich enthemmten Partyleben.
Was man Flake zu jedem Zeitpunkt abnimmt: wieviel Spaß ihm sei Leben als Rockstar macht. Und darum ist dieses Buch, auch ohne Fananschluss, eine wahre Freude.

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